Himmelfahrtstagung / Tagung für (junge) Familien und (junge) Erwachsene

Die Idee für diese Tagung entstand aus dem Bedürfnis, sich intensiver als es auf der Silvestertagung möglich ist, mit Themen junger Erwachsener zu beschäftigen. So fand Anfang Juni 1988 die erste Tagung statt. Zunächst war es eine Gruppe junger Erwachsener, bis im Laufe der Jahre die Kinder dazu kamen und mehr und mehr eine Tagung für junge Familien entstand. Mittlerweile sind aus den Kindern Jugendliche geworden, die auch wieder an dieser Tagung teilnehmen. So wurde aus den „jungen Familien“ nur noch „Familien“.

Der besondere Flair dieser Tagung liegt auch an der Jahreszeit: Burg im Frühling, manchmal auch schon fast sommerliche Temperaturen. Eingeladen wird ein/e Referentin, die das Tagungsthema gestaltet. Viele intensive Gespräche, auch mit den Referenten, sind möglich. Die Kinder erleben die Burg in der Zeit als großen Spielplatz: bisher ist (fast) jedes Kind beim Spaziergang am Main auch in diesem gelandet…, aber ganz wichtig ist auch das Lagerfeuer und das mit viel Geduld und Hingabe selbst gebackene Stockbrot.

So bleibt auch viel Freiraum, um mit den anderen Teilnehmenden die Zeit auf der Burg zu genießen. Sei es Volleyball spielen, stricken, Kräuter sammeln oder das gemeinsame Singen pflegen: einfach die Seele baumeln lassen! Abends vor dem Amtshaus stehen und den Käuzchen zu hören oder der Nachtigall…

Eine Meditation und Gottesdienste runden das Ganze ab. Die abendliche Märchenstunde ist ein Erlebnis für „Klein und Groß“. Wichtig sind auch die Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Viele der Teilnehmenden besuchen seit langer Zeit die Burg, kennen aber wenig vom „Umland“.

In besonderer Erinnerung sind für viele Teilnehmer zwei Tagungen geblieben. „Islam“ und „Judentum“. Die beiden Referenten, ein Muslim und ein Rabbiner, berichteten authentisch und aus erster Hand von ihrer Religion und aus ihrem Leben. Wir besuchten auch eine Synagoge und eine Moschee in der Umgebung. Insbesondere für die  Kinder war das ein tolles Erlebnis. „Auf der Burg lernt man viel“ sagte ein 6-jähriger Teilnehmer am Ende einer Tagung.

Die Themen der letzten Veranstaltungen:

2015 - Kreativwerkstatt Neues Geistliches Lied - Tobias Landsiedel

Musik gehört für viele Menschen zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens. Sie lässt viele in eine andere Welt abtauchen, sie transportiert Botschaften, erweckt Emotionen, kann trösten oder gute Laune verbreiten, sie kann beruhigen oder auch Energie verleihen.

Auch im Gottesdienst spielen die Musik und der Gesang eine große Rolle. Nicht selten fällt es jedoch schwer, ältere Texte voller Überzeugung zu singen oder an sich heran zu lassen. Deswegen ist es wichtig, dass immer wieder neue Lieder entstehen, die die unterschiedlichsten Menschen erreichen, mitreißen oder berühren.

2016 - Judentum – zwischen Religion und Tradition - Rabbiner Jehoschua Ahrens

Das Judentum ist die älteste der drei monotheistischen (oder auch abrahamitischen) Religionen. Es bildet in vielerlei Hinsicht die geistige Grundlage für Christentum und Islam. Was macht aber das Judentum aus? Wofür steht es? Wie hat es sich entwickelt und welche Strömungen gibt es innerhalb des Judentums? Was bedeutet das Judentum für mich heute als Christ, als Christin? Wie wird das Judentum in Deutschland konkret gelebt?

2017 - Humor ist es, wenn man trotzdem lacht …“ - Prof. Dr. Helmut Bachmaier
Lachen sei gesund oder sogar die beste Medizin – dies sagen uns die Sprichwörter und die Alltagsüberzeugungen. Stimmt dies aber? Warum lachen die Menschen überhaupt – oder die Tiere? Was ist an einem Witz das Komische? Warum gibt es in unserer Kultur auch eine Geschichte des Lachverbotes? Komik und Lachen spielen im religiösen Kontext (im AT, das Lachen des Zeus oder das Osterlachen), bei Machtspielen (das Auslachen von Anderen als Herabsetzung) oder bei der Formulierung des überraschend Neuen (ein Witz muss neu sein) eine Rolle. Was darf Satire? Alles (Tucholsky) – oder  nicht? Komik ist ein Grenzdiskurs, bei dem auch kulturelle Grenzen zu beachten sind. So können Vertreter von Religionen angesichts ihres Verhaltens Gegenstand des Spotts werden, aber nicht die Religion selbst – das ist die herrschende Meinung. In der „Gelotologie“, der Lachforschung, wird dies näher untersucht. Natürlich soll in diesem Seminar auch gelacht werden. Denn der Humor fängt dort an, wo der Spaß aufhört (Werner Finck).
2018 - „Du hast angefangen!“ – „Nein, Du hast angefangen“ - Norbert Ganz

Konflikte haben ein schlechtes Image. Keiner will sie haben. Meist werden sie abgelehnt, geleugnet, verschwiegen oder unterdrückt. Dabei sind Konflikte ein ganz natürlicher Bestandteil unseres Lebens. Es geht uns gut, wenn wir in Harmonie leben. In Harmonie mit der Natur, mit unseren Mitmenschen und vor allem mit uns selbst. Wie oft ist diese Harmonie jedoch gestört? Ist die Störung noch klein, ist sie in der Regel schnell und einfach aufzulösen und wir sind wieder in Harmonie. Oft verhindern jedoch Ängste die notwendige Auseinandersetzung.

Das Seminar beschäftigt sich damit, wie Konflikte entstehen, woran wir sie erkennen können, welche Dynamik sie besitzen und welche Methoden es gibt, sie zu klären. Neben theoretischem Input werden in praktischen Übungen die Möglichkeit erlernt, sich konstruktiv auseinanderzusetzen.

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