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Ost-West-Treffen – Ökumene

11 Oktober 2019 - 13 Oktober 2019

Ökumene auf Ostdeutsch

Wenn man durch die Landschaften im Osten Deutschlands fährt, wird man sehr schnell feststellen können: fast alle großen Kirchen im Zentrum der Städte gehören der evangelischen Kirche. Viele Landstriche – so auch gerade in Sachsen – waren nach der Reformation zwischen 1540 und 1580 recht schnell der Lehre Luthers gefolgt. Aber auch in dieser Zeit gab es große Ökumeniker, wie den Bautzner Domdekan Johannes Leisentritt (1527-1586).

Noch um 1950 bekannten sich 90% der Bevölkerung der DDR zur evangelischen Kirche, heute sind es etwa 20%. Die knapp 4% Katholiken leben also in einer doppelten Diaspora: gegenüber den evangelischen Christen und der übergroßen Zahl derer, die ohne kirchliche Bindung sind. Zu DDR-Zeiten war die Ökumene für viele engagierte Christen beinahe lebenswichtig. In Schulklassen oder Arbeitskollektiven war es wichtig, dass sich 3 oder 4 Schüler als Christen kannten. In diesen Tagen wird ein gewisser Höhepunkt dieses ökumenisch ausgerichteten Lebens gefeiert: 30 Jahre Ökumenische Versammlung – nach dem Urteil vieler eine Wegbereitung der Wende.

In der Wendezeit wurden leider viele ökumenische Errungenschaften in Frage gestellt. Der Einfluss der Kirchen auf die Politik – um nicht zu sagen: die Machtfrage – rückte in den Vordergrund. Heute stehen die Gemeinsamkeiten wieder im Vordergrund. Evangelische wie katholische Kirche sehen sich denselben Herausforderungen ausgesetzt: der rasant fortschreitenden Säkularisation. Das aber dürfte inzwischen ein gesamtdeutsches Phänomen sein.

Organisatorisches

Referent: Dr. Bernhard Dittrich

Anmeldungen an:
Eva-Maria Rupprecht
Mitschurinring 8
04178 Leipzig

Anfragen an:
Ingeborg Bogner
Sperberweg 12 B
82152 Krailling

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