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Silvestertagung – KIRCHE – quo vadis?

28 Dezember 2013 - 04 Januar 2014

Die Sprecherteams der Jüngeren und der Älteren laden ganz herzlich alle interessierten Jugendlichen, Erwachsenen und Familien mit ihren Kindern zur Silvesterwerkwoche des Quickborn-Arbeitskreises auf Burg Rothenfels ein:

KIRCHE – quo vadis?

Die, die „mich in vielem so ärgert, plagt, mir Kummer und Sorgen macht“, ist dieselbe, „der ich wie keiner anderen geschichtlichen Macht tief dankbar bin.“ So beschreibt der katholische Publizist und Schriftsteller Walter Dirks in seiner Autobiographie das Verhältnis zu seiner „problematischen Kirche“.

Mehr als 50 Jahre später hat sich der hier angedeutete Zwiespalt angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und strukturellen Umbrüche in den christlichen Gemeinden weiter ausgebreitet, ja noch deutlich verstärkt.
Die allgegenwärtige Volkskirche, welcher der Quickborner Dirks erlebte, ist ebenso passé wie das katholische Milieu, dem der Arbeitersohn entstammte.
Die Fremdheit kirchlicher Sprache und Riten, ihrer Ämter und Hierarchien scheint konfessionsübergreifend vor allem für junge Menschen heute kaum mehr vermittelbar, und scheint nicht nur für diese weiter an Interesse und Bedeutung zu verlieren.

Aber auch wir tragen unsere eigene Version des leidigen Doppelthemas von Resignation und Engagement, von Enttäuschung und Hoffnung, von Zorn und Zuneigung in uns. Nicht zuletzt deshalb, weil unsere Not mit der Kirche ja immer auch die Not mit uns selbst, mit unserem eigenen Christsein mit einschließt. Diese Spannung bleibt keineswegs äußerlich; es ist die Grenze zwischen Liebe und Verweigerung, zwischen Glaube und Unglaube, die mitten durch uns selbst hindurch läuft.
Damit ist der Problem- und Themenhorizont der diesjährigen Silvestertagung mit folgenden Fragen umrissen:

  • Wie steht unsere Wahrnehmung von Kirche und Gemeinde zu der von Quickborn?
  • Wie sieht eine zukunftsfähige Kirche zwischen Entweltlichung und Einmischung in unserem Leben aus?
  • Welche Veränderungen zwischen Anpassung und Abgrenzungsind möglich, welche notwendig?
  • Gibt es von Seiten des II. Vatikanums hier noch ungehobene Schätze, von denen Entwicklungsimpulse ausgehen könnten? Solche, die der aktuelle Papst verkörpert? Solche, die eine besondere ökumenische Qualität hätten?
  • Aus welchen biblischen, geistlichen und geistigen Quellen speisen sich die Hoffnungen und Visionen unserer „Zukunftswerkstatt Kirche“?
  • Wohin will uns der Geist Gottes wehen…?

Die anstehenden Fragen möchten wir auch im ökumenischen Sinn betrachten und gemeinsam Visionen entwickeln. Spannend wird es sein, diese Ideen und Gedanken in die Liturgie während der Tagung einzubringen.

Die Referenten:

PD Dr. Paul Platzbecker,
Stellv. Leiter des Instituts für Lehrerfortbildung Mülheim / Ruhr, Jahrgang 1966. Gymnasiallehrer, Promotion in systematischer Theologie, Habilitation in Religionspädagogik, Lehrauftrag an der Universität Freiburg / Mannheim, Vater von vier Kindern

Dipl.-theol. Wolfgang Müller,
Pastoralreferent, Jahrgang 1965, leitet seit mehr als zehn Jahren spirituelle Zentren auf Gemeindeebene, aktuell entwickelt er in Ludwigsburg als Stadtjugendseelsorger mit der Jugendkirche „DA“ neue spirituelle Zugänge mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In seiner Freizeit widmet er sich hingebungsvoll seiner schwäbischen Mundart, verfügt aber über eine zertifizierten Zugang zur hochdeutschen Sprache.

Zur Tagung:

Die Werkwoche wird vom Quickborn-Arbeitskreis im BDKJ in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Freunde von Burg Rothenfels e

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